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Herstellung der Filzprodukte

Fotoausstellung Filzherstellung_Layout 1-2Hier befinden wir uns in der Filzwerkstatt von Sharada (Bild unten v. r. n. l.: Sharada, Sunita, Mitbegründerin und Präsidentin der Organisation „Hilfe zur Selbsthilfe“ und ich).
Sharada erfüllte sich als junge Lehrerin einen Traum und wurde Schneiderin. Gegen den Willen ihres Mannes begann Sharada mit einer kleinen Näherei und wurde zu einer gefragten Schneiderin.
In dieser Zeit schlossen sich mehrere, erfolgreiche und wohlhabende Frauen zusammen, darunter auch Sharada und Sunita, gründeten die Organisation „Hilfe zur Selbsthilfe“ und begannen, Handwerkstätten für mittellose und sozial schlecht gestellte Frauen aufzubauen, um deren Selbstwert, Lebensbedingungen und deren Unabhängigkeit zu unterstützen.
Menschenfreundliche Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung haben Priorität.

In den Runspecifiedäumlichkeiten der Filzwerkstätte von Sharada ist es hell und freundlich.
Die Frauen freuen sich über jeden Besuch und zeigen mit Stolz ihre schönen Produkte, die sie herstellen. Alles ist Handarbeit.
An der Sonne werden die Filzprodukte zum Trocknen ausgelegt. Garten und Innenhof gestalten sich zu einer heiteren Farbfläche.

Wenn wir in Nepal sind, bespreche ich anhand von Zeichnungen die Designs. Die Details werden sofort hergestellt und besprochen. Das bedeutet viele Stunden Zusammenarbeit, bis wir uns sicher sind, Sharada, ihre Mitarbeiterinnen und ich, dass alles richtig verstanden worden ist.

Nepal Februar März 2012 050Genau betrachtet unterscheiden sich die „technischen“ und handwerklichen Möglichkeiten nicht wirklich von den unseren oder von denen, die wir vor vielen Jahren selber verwendet haben.
Immer wieder bewundere ich das einfache aber geschickte Denkvermögen dieser Menschen.
„Das Problem ist …..“ Diese Aussage höre ich nicht. Es gibt immer eine Lösung und meist ist diese so einfach, dass man sich ärgern könnte, dass man nicht selbst dahinter gekommen ist.

 

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Holzmodeln wie aus Großmutters Zeiten.
Für größere Aufträge werden die Wollballen farblich sortiert und ausgelegt.

 

 

 

Nepal Februar März 2012 045Nun kommt die Schneiderei zum Zug.
Hier werden alle Näharbeiten gemacht, sei es Innenfutter für Taschen oder Mützen oder das Annähen der Dekors an die verschiedenen Filzprodukte.

Und mit Stolz darf ich die wunderschönen Filz-Besonderheiten präsentieren.

Mit der Hilfe von vielen liebenswerten Menschen ist es möglich, meine Ideen zu verwirklichen.
Mit großem Dank und mit Wertschätzung stehe ich vor diesen Frauen.
Ich danke allen die helfen, die Organisation von Sunita und Sharada zu unterstützen, für eine ganz besondere Hilfe zur Selbsthilfe.

Unsere Manufaktur

Durch aufmerksames Zuhören, handwerklichem Gespür und Freude am schöpferischen Schaffen, entstehen in unserer Manufaktur überraschende Lösungen. Unter alles können wir den Begriff „handmade“ setzen. Dazu stehen wir! Verschiedene Handarbeiten vergeben wir an die Werkstätten der Lebenshilfe und andere soziale Organisationen.

Beispiele:

  • Geschenksartikel und Packaging aus handgeschöpften Himalaya-Papieren.
  • Firmen-Jahresberichte
  • Mappen und Umschläge mit Blind- und Heißprägungen
  • Jubiläen und Anlässe
  • Einladungen und Ausstattungen
  • Sonderanfertigungen
  • Edel-Editionen mit Laser-Oberflächenbehandlung, Strass*- und Stickereidekor

* Kunststoff Schmucksteine

Das Himalaya Papier

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Das von uns verwendete Himalaya-Papier stammt aus Bhutan und Nepal. Dort wird es nach alter Tradition händisch hergestellt. Ursprünglich für Klöster, deren Lamas und Mönche es zur Verarbeitung von Heiligen Schriften (Sutren) benötigten. Die Papierschöpfer sind demnach nicht nur Handwerker sondern Mitglieder einer spirituellen Gemeinschaft. Ihre Arbeit ist Auftrag mit einem tiefen Sinn. In Bhutan Daphne oder Edgeworthia, in Nepal Lokta genannt, gehören die Buschpflanzen (Daphne Papyrifera) der Seidelbast-Familie an. Diese wird den Heilpflanzen zugeordnet. Während vorwiegend Frauen und Kinder die Rohstoffe des auf 2000 bis 3000 Metern Höhe wachsenden „Lokta“-Strauches sammeln, verarbeiten die Papierschöpfer in mühevoller Arbeit den Bast (zwischen Rinde und Holzkern) der rasch nachwachsenden Pflanze zu Pulpe. So bleibt das ökologische Gleichgewicht im Himalaya erhalten. Die langen und widerstandsfähigen Fasern im Wasser aufgelöst, bilden die Grundlage des handgeschöpften Papiers. Außer reinem Quellwasser und den Pflanzenfasern werden keinerlei Zusätze verwendet. Jeder Bogen Naturpapier ist ein Unikat mit Charakter und Anmut. Daraus entstehen in unserer Manufaktur und in Zusammenarbeit mit Werkstätten der Lebenshilfe und anderen Sozialorganisationen edle Schreib- und Verpackungsmaterialien sowie Dekorund Geschenkartikel. Der ganze Prozess, angefangen vom Sammeln über das Schöpfen bis zum fertigen Produkt ist reine Handarbeit.

> zu den Himalaya Papier Produkten

Windhorse Schmuckpapier

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Ein von Herzen kommendes Geschenk, liebevoll verpackt, bringt Freude und Glück. Diese handgeschöpften „Windhorse“-Schmuckpapiere, im Himalaya von Hand geschöpft, nach Europa gebracht und in Österreich veredelt, mögen dazu beitragen, Menschen anders als üblich zu beschenken und sie dadurch mit Ihnen zu verbinden. Nachhaltig, sinnvoll und besonders persönlich. Jedes Blatt und jede Karte ist ein Unikat.

> zu den Windhorse Produkten

 

Herstellung von ChadiKo Silber-Accessoires

Hagenpur_Chadiko_HerstellungIn alter Kunsthandwerkstradition werden in Nepal einzigartige Dekor-Accessoires in Handarbeit unter der Führung des jeweiligen Meisters, vorwiegend von Frauen, gefertigt.

 

 

 

 

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Das ist die Familie des Silberschmieds in Nepal. Mit Stolz zeigen sie uns die Herstellung von ChadiKo-Silberdekor. Wir bekommen Nepali-tea und gepresste Haferflocken mit Hühnercurry. Es schmeckt hervorragend und wir staunen darüber, wie ChadiKo entsteht.

 

 

 

Hagen_silberschmuck_form

Einzelne, kleine Stücke werden von Drahtstäben geschnitten, für das jeweilige Sujet gebogen und wie hier z. Bsp. auf dem Bild zu sehen ist, für eine Kugel auf eine feuchte Keramikform gelegt, damit die einzelnen Teilchen nicht verrutschen. Die Herstellung von ChadiKo ist sehr aufwendig. Viel Geduld und Aufmerksamkeit ist gefordert.

 

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Sind die Sujets zusammengefügt, werden diese gelötet. Alle Prozesse sind Handarbeit und erfordern Konzentration und Geschick!

 

 

 

 

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Nach dem Löten wird der getrocknete Ton herausgeklopft, die ChadiKo-Sujets werden gebürstet, versilbert und gereinigt.

 

 

In Verbindung mit natürlichen Werkstoffen und Materialien wie Himalaya-Papier, Leder, Holz, etc. können kreative Besonderheiten entstehen. Auch für Geschenkverpackungen und Dekorationen, Einladungen und Feierlichkeiten, eignet sich ChadiKo bestens. Mit dem Erwerb dieser seltenen Kostbarkeiten helfen Sie mit, die sozioökonomischen Bedingungen Nepals, einem der ärmsten aber auch schönsten Länder zu verbessern. Darüber hinaus werden mit einem Teil der gemeinsamen Wertschöpfung Trinkwasserprojekte ermöglicht und gefördert.

Herstellung des Himalaya Papiers

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Das von uns verwendete Himalaya-Papier stammt aus Bhutan und Nepal. Dort wird es nach alter Tradition von Hand hergestellt. Ursprünglich für Klöster, deren Lamas und Mönche es zur Verarbeitung von Heiligen Schriften (Sutren) benötigten. Die Papierschöpfer sind demnach nicht nur Handwerker, sondern Mitglieder einer spirituellen Gemeinschaft. Ihre Arbeit ist Auftrag mit einem tiefen Sinn. In Bhutan, Daphne oder Edgeworthia, in Nepal Lokta genannt, gehören die Buschpflanzen (Daphne Papyrifera) der Seidelbast-Familie an. Diese wird der Heilpflanzen zugeordnet.

 

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Vorwiegend die Frauen und Kinder sammeln die Rohstoffe des auf 2000 bis 3000 Metern Höhe wachsenden „Lokta“-Strauches. Die Strauchteile werden lange Zeit in Wasser weichgekocht. Denn dann ist es möglich, die Rinde und den Bast zu trennen. Dieser Bast befindet sich zwischen Rinde und Holzkern. Rinde und Holzkern werden wieder getrocknet und später als Brennmaterial weiterverwendet. Zum Herstellen des wunderbaren handgeschöpften Papieres, nimmt der Papierschöpfer den Bast, welchen die Frauen zu feineren Faserteilen zerkleinern.

 

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Im „Beater“, wie in dieser schon etwas moderneren Werkstätte, wird der Bast „weich und fein geschlagen“, nicht gemahlen, damit die Fasern nicht zerschnitten werden. Die daraus entstehende „Pulpe“ ist nun fertig für den Papierschöpfvorgang.

 

 

 

 
IMG_0217Die „Pulpe“ wird mit reinem Quellwasser in einem großen Trog verrührt, damit sich Klümpchen auflösen und sich die Fasern voneinander „befreien“. Mit einem Holzrahmen, in welchen ein feines Metallsieb eingespannt wurde, schöpft der Papierschöpfer nun die Pulpe heraus. Es ist eine enorme Gefühlssache, dass der Papierschöpfer ziemlich genau die Papierstärke schöpft, die er braucht. Es braucht viel Kraft, um diese großen Blätter, eines nach dem anderen zu schöpfen. In Bhutan machen das die Männer, in Nepal auch viele Frauen.

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Es gibt viele Möglichkeiten, das Papier zu gestalten. Beim „Einschöpfen“ von Blütenblättern, Gräsern, Samen, feinen Zweiglein, schöpft der Papierschöpfer ein hauchdünnes Blatt. Darauf legt er die gewünschten Materialien.

 

 

 

 

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Nach dem Gestalten mit anderen Materialien, zieht der Papierschöpfer den Schöpfrahmen abermals durch die Pulpe und schließt mit einer weiteren dünnen Schicht die eingeschöpften Teile. Das geschöpfte, noch nasse Blatt, wird mit Wasser besprüht, damit sich die Fasern ganz „aufeinander“ legen.

 

 

 

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Das Papier wird luftgetrocknet. Wer sich bis dahin gehetzt und gestresst gefühlt hat, wird nun ruhig und gelassen.

 

 

 

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Mit einer Papierwaage wird das Gewicht des Papierbogens eruiert. Das Papier wird sortiert und kann als Naturpapier verkauft werden. Oder es wird noch eingefärbt. Hierzu verwendet man heute nicht mehr nur Pflanzen und Naturmaterialien, z. Bsp. die Tollkirsche, Zwiebeln, Rinden, Gewürze, sondern auch synthetische Farben, die die Farbpalette weiter bereichert haben.

 

 

IMG_0018_1Mit Freude erleben wir die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Dornbirn. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sofort das Besondere an diesem Papier gespürt. Dieses Papier benötigt viel Zeit, Aufmerksamkeit und Handarbeit. Da jedes Blatt ein Unikat ist und keines dem anderen gleicht, schätzen wir die Geduld der MitarbeiterInnen in der Lebenshilfe Dornbirn. Sie sind bereit, behutsam und mit Wertschätzung mit dieser reinen Pflanze in Form eines Papiers umzugehen.

ChadiKo Silber-Accessoires

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In alter Kunsthandwerkstradition werden in Nepal einzigartige Dekor-Accessoires in Handarbeit unter der Führung des jeweiligen Meisters, vorwiegend von Frauen, hergestellt. Einzelne, kleine Stücke werden von dünnen Drahtstäben geschnitten, gebogen und bearbeitet und dann zu den attraktiven Sujets zusammengefügt, gelötet, versilbert, gereinigt und poliert. Diese Prozesse erfordern neben viel Zeit, größte Konzentration und Geduld, ein hohes Können und handwerkliches Geschick. Jedes Stück ist ein handgemachtes Unikat. In Verbindung mit anderen natürlichen Werkstoffen und Materialien wie Himalaya-Papier, Leder, Holz, etc. können kreative Besonderheiten entstehen.

> zu den ChadiKo Silber Accessoires

Filz Produkte

Durch unsere vielen Aufenthalte in Nepal wächst die Liebe zu Land und Leute zunehmend.

Wir freuen uns sehr, dass Sie Gefallen finden an unseren Filzprodukten.
Es zeigt Ihr Gespür für Handwerk und Qualität. Durch den Kauf unserer Produkte helfen Sie mit, das Handwerk in Nepal zu fördern. Wenn ich in Nepal bin, verbringe ich viele Tage in den Werkstätten mit denen ich zusammenarbeite, um meine Ideen und Designs im Detail zu besprechen. Muster werden gleich angefertigt und besprochen.

Die Werkstätten werden von Frauen geführt, die sich organisiert dafür einsetzen, Selbstwert, Lebensbedingungen und Unabhängigkeit der Frauen zu unterstützen.

Menschenfreundliche Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung sind mir sehr wichtig!

Danke!
Ihre Helga Hagen-W

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